Suzuki GS500 o. Leistungsbeschränkung – Erfahrungsbericht

Am Freitag konnte ich sie endlich abholen, meine nicht mehr leistungsbeschränkte Suzuki GS500. Ich war doch sehr gespannt, ob ich den Unterschied wohl deutlich merken würde. Aus 25 KW/34 PS bei einer Nenndrehdahl von 8500 U/min sind nun 35 KW/48 PS bei einer Nenndrehzahl von 9200 U/min geworden. Und der Unterschied ist spürbar. Im Folgenden möchte ich einen kleinen Erfahrungbericht geben.

Allgemein

Ich hätte eigentlich nicht damit gerechnet, dass man es so deutlich merkt. Aber es ist so. Natürlich ist sie nun keine Rakete aber das Fahren ist deutlich zügiger. Besonders, wenn ich mit Sozia unterwegs bin, was ich am Wochenende war, ist eine Beschleunigung bis 150 km/h ohne Probleme möglich. Vorher war bei 120/130 km/h Schluss. Ab da an war viel Schaltarbeit gefragt.

Auch rein akustisch ist es hörbar, dass nun ein Paar mehr Pferdchen unter dem Tank sitzen und darauf warten, hemmungslos nach vorne zu stapfen. Es macht einfach mehr Spaß und ist angenehmer, da man nicht immer am Leistungslimit fährt. So entfalten die 500 cm³ ihre Leistung früher und bis hoch in höhere Drehzahlen.

Drehzahlbereich

Im Vergleich zu vorher lässt sie sich nun deutlich einfacher hochdrehen. In der Leistungsbeschränkten Variante war das Drehzahlband in der Regel bei knapp 7000 U/min erschöpft. Alles darüber fühlte sich doch recht gequält an. Bei 8500 U/min klang es doch eher wie ein durchgedrehter Rasenmäher, als ein Motorrad, was aus den Vollen schöpft.

Das ist nun ganz anders. Man spürt nun den in vielen Motorradmagazinen wie dem Motorradfahrer beschriebenen drehfreudigen Motor und ich hab auch nicht mehr das Gefühl, dass jenseits der 9000 Umdrehungen gleich der Motor platzt. Ein schönes Gefühl, wenn ihr mich fragt. Sehr schön! 🙂

Kosten

Für alle, die sich vielleicht genauso lang Zeit gelassen haben wie ich, möchte ich neben dem Erfahrungsbericht auch mal auf die Kosten zusprechen kommen. Denn genau das war es, was ich lange Zeit nicht rausbekommen konnte.

Meine GS500 Modell UK5, sprich Baujahr 2005, ist durch Gasschieber & Düsen gedrosselt. Diese Teile waren eigentlich am teuersten.

Die Gasschieber habe etwa 45 € je Stk gekostet. Dazu kommen noch die Düsen, mit 15 € pro Stück. Für beide Vergaser zusammen liegen wir somit bei 120 €. Dazu kommen die Arbeitsstunden von etwa 60 € und das Gutachten zur Erlangung der Betriebserlaubnis  Technische Änderung der DEKRA mit rund 30 €. Nun kommen noch die Eintragungskosten bei der Zulassungsstelle hinzu. Diese liegen auch etwa bei 30 €.

Macht zusammen alles in allem etwa 250 € (Brutto). Je nach Werkstatt und Arbeitsstunden natürlich auch mal ein paar Euro mehr oder weniger. Abweichungen gibt es da von Modell zu Modell. Frühere GS500er Modelle sind teilweise anders gedrosselt und meist günstiger.

Fazit

Ich bin sehr zufrieden und glücklich, dass ich es gemacht hab. Es erhöht den Fahrspaß und reduziert unter gewissen Umständen auch das Risiko, da auch mit Sozia an Board vernünftig Leistung zum Abruf bereitsteht. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Mal schauen, wie sie sich am 1. Mai zur Ausfahrt macht, im Vergleich zu den letzten beiden Jahren. 😉

2 Gedanken zu „Suzuki GS500 o. Leistungsbeschränkung – Erfahrungsbericht

  1. Na wenn man die Steigerung merkt und es mehr Fahrspaß bringt – warum nicht. Obwohl 250€ jetzt auch nicht unbedingt wenig sind. Aber in Anbetracht dessen, dass du die Karre ja noch eine Weile fährst, denke ich, dass man das ruhig mal ausgeben kann.

    😉

  2. Auf jeden Fall.

    Aber wenn du nochmal Karre zu meinem Baby sagst, muss ich wohl mal bei dir vorbeikommen und dein Audio-Equipment vierteilen. :-p

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